Read Ein verborgenes Leben by Sebastian Barry Online

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Irlands verlorene Frauen die zwei Seiten der Wahrheit Fast einhundert Jahre alt ist Roseanne McNulty und schon seit Jahrzehnten sitzt sie in der Irrenanstalt, eingewiesen von dem katholischen Priester Father Gaunt Im Irland der dreiiger Jahre wurde das Urteil eines Geistlichen nicht hinterfragt Dabei scheint sie bei klarem Verstand zu sein Als die Anstalt in kleinere Rumlichkeiten verlegt wird, muss der Leiter Dr Grene prfen, welche Patienten entlassen werden knnen Die sprliche Aktenlage steht in deutlichem Widerspruch zu Roseannes eigenen Angaben, sein Interesse ist geweckt War ihr geliebter Vater tatschlich ein Verrter Und sie eine Kindsmrderin Dr Grene geht Roseannes Geschichte nach und macht eine verblffende Entdeckung Roman des Jahres in Irland 2009 und mehrfach ausgezeichneter Bestseller in Grobritannien und Irland Mit einem berblick ber die irische Geschichte...

Title : Ein verborgenes Leben
Author :
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ISBN : 3423139943
ISBN13 : 978-3423139946
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Deutscher Taschenbuch Verl 1 Mai 2011
Number of Pages : 392 Seiten
File Size : 684 KB
Status : Available For Download
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Ein verborgenes Leben Reviews

  • Urania
    2019-05-02 04:11

    Ein Buch wie ein Schatztruhe:übervoll an Goldstücken der Ausdrucksweise, brillianten Höhepunkten und einer Handlung die sich anfühlt wie verhedderte Ketten die entwirrt werden müssen. Die Schreibweise erinnert mich ein wenig an "Der Schatten des Windes" von Záfon. Ein selten geworden literarischer Schatz !

  • Marion Boysen
    2019-05-08 03:16

    Zeit ist, auch für mich, durchaus etwas Relatives. Doch in diesem Roman sind die mehr als 60 Jahre!, die Roseanne in der Irrenanstalt verbracht hat, einfach nicht existent. Und das irritiert doch schon sehr.Im Anschluss an die Lektüre habe ich erst einmal nachgeforscht, ob es sich eventuell um eine authentische Biographie handelt. Was vielleicht Einiges erklärt hätte. Nein, sieht nicht so aus. Zwar gibt es wohl ein ähnlich gelagertes Frauenschicksal im familiären Umkreis von Sebastian Barry, aber ohne nähere Detailkenntnis.Was, also, soll dieser Roman jetzt dann vermitteln, außer der verwirrenden Geschichte Irlands im 20. Jahrhundert mittels Schnelldurchlauf und leiser Kritik an priesterlicher Allmacht? Und, sicher spürbar, einer gewissen Abgestumpftheit gegenüber Tragödien und Menschenschicksalen?Ich bin etwas ratlos. Gibt es da eine schriftstellerische Selbstzensur? Sind die Pflaster immer noch zu heiß? Der Roman ist bizarr.Wenn man sich einmal vergegenwärtigt, was da erzählt wird: Das Leben von Roseanne gibt es nur - in ihrer eigenen Rückschau - als Tochter ihres Vaters, ab einem Alter von etwa 8 Jahren. Dann als Teenager, der sich nach dem gewaltsamen Tod des Vaters, um die geistig-verwirrte Mutter kümmert und durch Zufall eine Stelle als Serviererin bekommt. Dann lernt sie Tom kennen. "Es dauerte einige Jahre" bis er sie seiner Mutter vorstellt. Sie heiraten dann heimlich, wohl wissend, dass Tom's Mutter (die Gründe sind gleichfalls bizarr) gegen diese Verbindung ist. Das Ganze hält nicht lange stand, wird, wenn man es so sehen will, fadenscheinig hintertrieben und mit priesterlicher Argumentation, schließlich mit dem Segen Roms (dauert 1-2 Jahre), annulliert - nicht geschieden. Bereits während dieser Zeit ist Roseanne - verbannt in eine kleine Hütte, außerhalb der Stadt - von jedwedem Leben ausgeschlossen. Sie nimmt es klaglos hin. Ist mutterseelenallein.Mit Ende zwanzig wird sie schwanger, als ihr da jemand über den Weg läuft (kein wirklich Fremder). Der Mann verschwindet auch nach einer Nacht sofort wieder aus ihrem Leben. Nach der Entbindung findet sie sich in der Irrenanstalt wieder und das war's dann.Mann o Mann.Und Barry lässt diesen Dr. Grene sage und schreibe 30 Jahre als Psychiater im selben Haus, in dem Roseanne, nach ihren schon vorher in einem anderen Haus/Anstalt solcher Art verbrachten mehr als 30 Jahren, untergebracht/verwahrt ist, tätig sein, bis er sich - zwangsläufig, weil der Abriss des Hauses auf dem Plan steht - mal herab lässt, sich um diese jetzt 100-jährige Patientin zu kümmern.Was soll man davon halten? Maximale Abgestumpftheit? Gibt es das in Irland tatsächlich? Mich schaudert.Und dann das Finale! Passt gar nicht. Oder doch? Eben ganz einfach nur Ereignis-minimiert und emotionslos, letztlich nicht mehr wichtig. Irland und seine Menschen haben sich aneinander selbst erschöpft? In jeder Beziehung? Ist es das? Man nimmt den Anderen kaum noch wahr?Der Schreibstil ist manchmal etwas anstrengend, da es einige Schachtelsätze über einen ganzen Absatz oder die halbe Seite gibt. Doch, obwohl die Protagonisten wie lebende Tote daher kommen, hat Barry einen Stil, der zum Nachdenken anregt und Emotionen beim Leser weckt. Denn, es kommt zwangsläufig die Frage, was habe ich da eigentlich gelesen?Interessiert? - Dann greifen Sie zu. Dieser Roman ist schon sehr eigen.

  • Badener
    2019-05-12 04:16

    Ein verborgenes Leben.So gefällt mit das!!Einfach gut!Es hat meine Erwartungen übertroffen - und mich mit irländischer Literatur versöhnt. Es ist einfach zu lesen, zeigt viele Aspekte, läßt Raum für viele Emotionen. Und wenn man die Gegend kennt, ist man noch mehr angetan.

  • Tedesca
    2019-05-13 22:12

    In Form zweier Tagebücher werden wir Zeuge der Lebensgeschichte der mittlerweile hundertjährigen Roseanne Clear und des inneren Monologes ihres Therapeuten Dr. Grene. Roseanne hat mehr als 60 Jahre in einer Nervenheilanstalt verbracht, seit über 30 Jahren ist Dr. Grene ihr behandelnder Arzt, doch est die Schließung der Anstalt zwingt ihn dazu, sich intensiv mit seiner Patientin auseinanderzusetzen, ihren wahren Geisteszustand zu erforschen.Betrogen von den Menschen, denen sie am meisten vertraute, betrogen um ihr Dasein als Frau und Mutter, und doch nicht verbittert, sondern lebendig und voller Esprit - so erscheint Roseanne, auch wenn sie die Vergangenheit mit verklärten Augen sieht. Wir lesen über Irland zu Beginn des letzten Jahrhunderts, über Bürgerkrieg und die Weltkriege, wie sie sich in dem winzigen Ort an der irischen Küste abgespielt haben. Tapfere Männer, Landesverräter und nicht zuletzt ein selbstgerechter Priester prägen das Leben der jungen Frau und bringen sie letztendlich beinahe um ihren Verstand.Ein tiefschürfender Roman mit viel Tiefgang, der ohne Sentimentalitäten auskommt und vor allem auch durch seine klare Sprache besticht. Eine Zufallsentdeckung, die ich ohne Vorbehalte weiterempfehlen kann.

  • Sigrid D.
    2019-04-23 22:08

    Ein Schicksalsroman und Gesellschaftsroman aus Irland wie er nicht besser sein kann. Unterhaltsam, man erfährt viel über das Land uns seine politischen Wirrungen und natürlich die Menschen, die daran beteiligt sind.Reines spannendes Lesevergnügen, wenn man Irrland verstehen will. Zentralfigur eine Frau, deshalb sicher ein von Frauen bevorzugter Lesestoff.

  • S. Fangmann
    2019-05-21 04:24

    Für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Es ist dicht und verstörend. Man taucht ein in die Geschichte dieser Frau und wundert sich, was ein Mensch so alles ertragen kann und das reicht eigentlich auch schon. Ganz langsam wird man durch das Buch getragen und erwartet gar keine Überraschungen...

  • Erika Dirschke
    2019-05-09 03:06

    Mein Interesse an irischer Kultur und Geschichte hat mich zu diesem Buch geführt. Leider wurden meine Erwartungen nur z.T. erfüllt. Die politischen Wirrnisse Irlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts finde ich als Hintergrund zu dem erzählten Frauenschicksal durchaus gelungen (hilfreich der Anhang m.d. geschichtl. Daten u. Personen)), ebenso der soziale Hintergrund.- Die handelnden Personen bleiben allerdings mehr oder weniger blass, ihre Motivationen und Aktionen nicht wirklich verständlich und willkürlich. Das Beziehungsgeflecht der Personen untereinander erscheint total konstruiert, unrealistisch und wenig glaubhaft, ebenso das wenig überraschende Ende der Geschichte.- Die Erzählsprache ist zwar flüssig, reißt einen aber nicht wirklich mit. Gefallen hat mir dagegen der Aufbau des Romans mit den wechselnden Erzählperspektiven des Doktor Grene und der Roseanne.Empfehlen würde ich diesen Roman nur bedingt, die Begeisterung der 5-Sterne-Rezensenten kann ich nicht nachvollziehen.

  • Katzenmut
    2019-05-11 05:25

    endlich mal wieder ein buch was einen überrascht, was man am liebsten in einem stück durch lesen möchte. doch auch wenn man die zeit dafür nicht hat freut man sich schon auf zuhause: weil es da liegt und gott sei dank noch ein paar seiten hat. ein buch was man zwei mal lesen wird und zwar wort für wort