Read Der IS und die Fehler des Westens: Warum wir den Terror militärisch nicht besiegen können by Nicolas Hénin Online

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Nicolas H nin wei , wovon er spricht Denn er berichtete nicht nur als ARTE Journalist von allen gro en Kriegsschaupl tzen im Irak, Libyen und Syrien Als Geisel verbrachte er rund zehn Monate in den H nden des Islamischen Staats , was ihm tiefe Einblicke in die Ziele, vor allem aber in die Gedankenwelt der Dschihadisten erm glichte.Wer wissen will, inwiefern der Westen selbst dazu beitr gt, seine gr ten Feinde hervorzubringen, was die Dschihadisten mit Attentaten wie dem von Paris bezwecken, was sie antreibt und wovor sie sich am meisten f rchten, wird an diesem scharfsinnigen Buch nicht vorbeikommen.Die terroristische Bedrohung ist l ngst bei uns angekommen Sowohl durch den Einmarsch in den Irak 2003 als auch durch die Nicht Intervention in Syrien seit 2011 haben wir zur Radikalisierung beigetragen Und wir heizen diese Entwicklung weiter an Indem wir mit Diktatoren diplomatische Kompromisse schlie en, indem wir uns weigern, das Leid der Bev lkerung zu h ren, indem wir es nicht schaffen, einen Gegendiskurs zu f rdern Wie entstehen die terroristischen Vereinigungen Wie kam es dazu, dass wir das Spiel des Islamischen Staates mitspielen und seine Propaganda auch noch verbreiten, sodass es ihm m glich ist, auch bei uns immer mehr Freiwillige zu rekrutieren, die bereit sind, f r ein Zerrbild des Islam zu k mpfen Wie ist es zu erkl ren, dass der IS unsere Bomben kaum zu f rchten scheint Eine Streitschrift gegen den Westen, der mit seinen Fehlern und seiner Unt tigkeit zu diesem Fiasko beigetragen hat Und ein Denkansto , um vielleicht zu retten, was noch zu retten ist....

Title : Der IS und die Fehler des Westens: Warum wir den Terror militärisch nicht besiegen können
Author :
Rating :
ISBN : 3280056284
ISBN13 : 978-3280056288
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Orell F ssli 1 April 2016
Number of Pages : 216 Seiten
File Size : 970 KB
Status : Available For Download
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Der IS und die Fehler des Westens: Warum wir den Terror militärisch nicht besiegen können Reviews

  • Amazon Kunde
    2019-04-20 22:22

    VOr dem Hintergrund der Syrienkrise wird von den Medien nur vordergründlcih informiert. Wirkliches Hintergrundwissen, insbesondere was die Geschichte und den Ursprung des Konfliktes betrifft, ist schwer zu bekommen.Der Autor beschäftigt sich schon länger mit diesen Themen und war dann auch noch einige Monate in IS-Gefangenschaft. Dadurch bekommt der Leser hier Einblicke, die nicht üblich sind.Aber Vorsicht! Nach Lektüre dieses Buches ist noch klarer, wie schlecht sich Bundesregierung, EU, USA etc. in diesem Konflikt anstellen...

  • charlemini
    2019-05-05 22:18

    Sicher, manches wusste man schon, aber so ungeschminkt und systematisch ist es schon sehr beeindruckend. Beim Lesen merkt man schon, dass man sehr konzentriert sein muss.

  • charlotte
    2019-04-22 02:04

    Sehr interessantes Buch - aus einer anderen Perspektive geschrieben. Es zeigt deutlich die völlig verworrene Situation in Syrien und Irak - und auch die Verantwortung des "Westens" an diesem Dilemma. Ich hätte nur gerne mehr über die Zeit der Geiselnahme des Autors erfahren - diese wird bis auf ein paar Andeutungen ausgeblendet.

  • Michael Urban
    2019-05-07 01:20

    Leider ist es oft so, dass die veröffentlichten Nachrichten das Meinungsbild bestimmen. Der Autor versucht mit diesem Buch dem Problem auf den Grund zu gehen und fördert hierbei neue Erkenntnisse zutage. Ein Muss für jeden, der das gesamte Bild haben will.

  • Amazon Kunde
    2019-05-16 01:06

    Interressanter Blick hinter die Kulissen was zum Denken anregt und man sich die einmal mehr die Frage stellt wo sich diese Weltpolitik noch hinbewegt!

  • Honeybal Lektor
    2019-05-05 00:03

    Nicolas Henin ist ein sehr interessantes Buch über den IS und den Umgang des Westens mit dieser Herausforderung gelungen. Seine Darstellung und Untersuchung führt in dazu zwangsläufig in die Kriegsgebiete des Iraks und Syriens, weil dort durch eine komplexe Verflechtung vieler Faktoren der ideale Nährboden für die Entstehung und des IS und seine Expansion enstanden ist.Zu nennen sind hierbei die Invasion des Iraks durch US-Truppen und eine völlig konzeptlose Besatzungszeit, aber auch die extrem sunnitenfeindliche Politik Nuri al-Malikis, der die Sunniten mit seiner repressiven Politik geradewegs wieder in die Arme der Jihadisten getrieben hat, nachdem die USA kurz vor ihrem übereilten Abzug die Lage wieder einigermaßen in den Griff gekriegt hatten.Besonderes Augenmerk widmet der Autor auch dem Regime des syrischen Machthabers Assad, weil er durch seine dubiose Haltung zu den Jihadisten und seinen unvorstellbaren Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung auch in Syrien große Teile der Sunniten in den Widerstand und die Reihen der jihadistischen Gruppen getrieben hat, was eine immer schlimmere Zuspitzung der Gewalt und der Eskalation zu Folge hatte und hat.Genau bei diesen Punkten setzt die Kritik von Henin an der Politik der westlichen Staaten an, weil sie in einer gefährlichen Mischung aus Konzeptlosigkeit, Inkompetenz, Ignoranz und Gleichgültigkeit viele gefährliche Entwicklungen nicht erkannt und verschlafen und/oder sie noch zusätzlich verschärft haben.So kritisiert er vor allem die jahrelange Untätigkeit des Westens angesichts der ungeheuren Verbrechen Assads an seiner eigenen Bevölkerung. Ebenso kritisiert er die zwanghafte Fokussierung der westlichen Staaten auf die eigene Sicherheit, währenddessen Abertausende Jihadisten aus westlichen Staaten schon viele Jahre im Irak und in Syrien ungehindert morden und die dortige Bevölkerung terrorisieren.Der Autor betont, dass es für diese beiden Kriege keine voneinander getrennten und auch keine rein militärischen Lösung geben kann und wird und mahnt die Wichtigkeit eines politischen Gesamtkonzepts an. Hier ist ihm voll und ganz zuzustimmen.Zudem bezweifelt Henin die Wirksamkeit und sogar die kontraproduktive Auswirkung von Luftangriffen auf den IS, fordert aber im Gegenzug genau dieses Vorgehen, um die Verbrechen von Assad zu stoppen. Hier tun sich meines Erachtens in der Argumentation doch ab und zu gewisse Widersprüche auf.Zudem kritisiert er auch Luftangriffe auf die al-Nusrah-Front, weil diese Assad bekämpft, ignoriert aber die Tatsache, dass es mit der „Khorasan-Gruppe“ innerhalb der Nusrah-Front eine Einheit gibt, die gezielt Anschläge im Westen vorbereitet. Wenn man diese Bedrohung jedoch präventiv oder präempitv beseitigen kann, ist es meines Erachtens auch notwendig, dies mit gezielten Luftschlägen zu tun.Ebenso kritisch sehe ich die Einstufung der Rebellengruppe Ahrar al-Sham als „Gemäßigte“ (S. 39), wo der Autor auf Seite 70 doch selbst schreibt, dass diese jhadistisch motiviert ist.Ingesamt aber gelingt es dem Autor wirklich sehr gut, die Komplexität der Kriege im Irak und in Syrien herauszuarbeiten und schnell wird klar, dass es weder monokausale Erklärungen, noch einfache Lösungen gibt. Henin gibt aber dennoch Anregungen wie eine erfolgversprechende Politik aussehen könnte, und betont immer wieder, wie wichtig es ist, die Entwicklungen vor Ort sehr genau und differenziert zu beobachten und nicht die Fehler zu machen, einerseits die Leiden und andererseits die Verbrechen bestimmter Gruppen zu ignorieren und auf die Propaganda und die Selbstdarstellung sowohl des IS als auch Assads hereinzufallen.Wichtig ist und wäre es aus westlicher Sicht in der Tat, die doch arg ramponierte Glaubwürdigkeit durch eine konsequent wertgebundene Politik sukzessive wiederherzustellen und deshalb auch die Unterstützung oder Duldung autoritärer Regime endgültig einzustellen, den der Autor betont richtigerweise, dass autoritäre Regime in der muslimisch-arabischen Welt keinesfalls eine Schutzmauer gegen den Extremismus bilden, sondern ganz im Gegenteil erst maßgeblich zu dessen Entstehen beitragen.Kurzum, ein wirklich sehr interessantes und lesenswertes Buch, das durch die ausgezeichneten Kenntisse der Region und der Problematik durch den Autor zu überzeugen vermag. Einige Einschätzungen teile ich persönlich nicht, manche sind ein wenig widersprüchlich, aber jeder der mit der Thematik vertraut ist, weiß ohnehin, dass es hier keine einfachen Lösungen auf Grundlage von Maximalpositionen geben kann und wird, weil einfach die Interessen von zu vielen Akteuren involviert sind.Die entschlossene Bekämpfung der Gewaltsymptome des Extremismus ist wichtig, aber noch viel wichtiger ist es, endlich die Ursachen für den Extremismus zu beseitigen, denn dann wird dieser sukzessive auch sein Ende finden. Der Schlüssel für eine positive Einflussnahme des Westens liegt hier auch bei der Besinnung auf die eigenen Stärken und Werte in der Form von Rechtstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Pulralismus, Menschenrechten, Bildung und auch wirtschaftlicher Prosperität.Von mir 4 Sterne für dieses interessante Buch!

  • S.A.W.
    2019-04-20 01:08

    Henin bringt es auf den Punkt: Immer wieder neue Bomben zu schmeißen und damit den Terror ausrotten zu wollen ist das Problem, dessen Lösung es vorgibt zu sein.Seit dem 1. Weltkrieg macht der Westen immer wieder den gleichen Fehler und wundert sich, dass das Problem nicht kleiner sondern größer wird. Bis zur Einmischung des Westens lebte der Nahe Osten in relativem Frieden. Zwar waren die Araber mit dem Sultan in Istanbul nicht immer zufrieden, immerhin war er aber der herrschende Kalif und damit der Beschützer des Islam. Engländer und Franzosen zerschnitten und besetzten Arabien ohne jede Rücksicht auf die dortige Bevölkerung. So nebenbei wurde Israel geschaffen, das seitdem ein Dorn im Fleisch Arabiens ist. Als Engländer und Franzosen abzogen, übernahmen die USA ihre Rolle, vor allem weil sie sich die Herrschaft über die Ölquellen sichern wollten. Dass die Araber jede Einmischung des Westens als Besatzungsregime auffassen und darauf mit asymmetrischer Kriegsführung reagieren, wen wundert das wirklich?Dass G.W. Bush auf einen Terrorakt hin die Achse des Bösen konstruierte und gleich 2 islamische Länder in Geiselhaft nahm, wer glaubt denn wirklich, dass das irgendeinen Sinn ergab?Und jetzt bombardieren die Luftwaffen der USA und Russlands gemeinsam Syrien. Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.Rüdiger Opelt, Autor von "